ZUM PROGRAMM
Unter dem Titel „Zwei Celli-eine Seele" präsentieren die Cellisten Liudmila Firagina und Georgy Gusev ein außergewöhnliches Programm, das die poetische, leidenschaftliche und tiefgründige Klangwelt russischer Musik in den Mittelpunkt stellt. Neben Werken von Reinhold Glier und Anton Arensky, Exponenten der russischen Romantik, werden auch zeitgenössische Kompositionen von Georgy Gusev zu hören sein. Mit ihrem Programm aus verschiedenen musikalischen Konstellationen (Cello solo, Cello-Duo sowie Cello und Klavier) möchten die Künstler dem Publikum die Vielfalt russischer Musikkultur näherbringen und zugleich einen Dialog zwischen Tradition und Gegenwart schaffen.
ZU DEN KÜNSTLERN
Liudmila Firagina erhielt ihre musikalische Ausbildung am Rimski-Korsakow-Konservatorium in St. Petersburg sowie an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main. Als Orchester- und Kammermusikerin ist sie seit vielen Jahren auf deutschen und internationalen Bühnen tätig. Ihr Repertoire umfasst klassische Musik, Kammermusik, Tango, Jazz sowie zeitgenössische und genreübergreifende Programme. Die vielseitige Musikerin ist für ihre ausdrucksstarke Interpretationen und für ihre Kommunikation und authentische Interaktion mit dem Publikum bekannt. Ihr letztes Projekt, entwickelt mit Filmregisseurin Simone Jung und Pianistin Julia Reingardt, ist ein Wechselspiel aus musikalischen Kompositionen und Erzählungen über Lise Christiani, die erste Frau, die als Cellistin im 19. Jahrhundert auf internationalen Konzertbühnen Erfolge feierte.
Georgy Gusev ist Komponist, Cellist, Pianist, Dokumentarfilmregisseur und Erfinder. Er absolvierte sein Studium am Moskauer Tschaikowski-Konservatorium sowie an der Accademia Nazionale di Santa Cecilia in Rom. Seine internationale Konzerttätigkeit führte ihn zu renommierten Festivals und Konzertbühnen weltweit. Im Laufe seiner Karriere arbeitete er mit bedeutenden Künstlerpersönlichkeiten wie Natalia Gutman, Giovanni Sollima, Enrico Dindo und Mario Brunello zusammen sowie mit international bekannten Musikern der Popmusik, darunter Randy Jackson, Mark Mancina, Walter Afanasieff, Kenny G und Kenneth „Babyface" Edmonds.
2011 gründete er das Kreativlabor GOSH Projects, das seit 2018 international mit Standorten in Rom und Kalifornien tätig ist. Als Filmemacher realisierte er mehrere Dokumentarfilme zu kulturellen und wissenschaftlichen Themen. Sein Film „Music of Cells" wurde auf internationalen Filmfestivals präsentiert und widmet sich den Herausforderungen der modernen Onkologie.
Seine kompositorische Laufbahn begann mit dem Zyklus „Traveler's Diary" für Violoncello solo, dessen Musik später in mehreren Produktionen des italienischen Fernsehsenders RAI Verwendung fand. Im Jahr 2018 debütierte Georgy Gusev in der Carnegie Hall in New York sowohl als Komponist als auch als Interpret. Bereits ein Jahr später wurde dort sein neuer Liederzyklus für Sopran und Violoncello uraufgeführt. Heute arbeitet er als Komponist in unterschiedlichen Genres und realisiert Projekte für Konzert, Film und Theater. Am 20.9.2026 findet in Berlin die Deutschlandpremiere seines Werkes „Solace" statt.
Die beiden Künstler lernten sich im Jahr 2013 bei ihrer Zusammenarbeit für das von Gusev initiierte internationale Musikfestival „Masters of Music" in Moskau näher kennen. Seither verbindet sie eine künstlerisch inspirierende Freundschaft.
